Wasserversorgung Tiefenbach
Wasserproben erfüllen die an Trinkwasser gestellten Anforderungen in vollem Umfang

Kürzlich wurde im Ortsnetz Tiefenbach, Abnahmestelle Kindergarten, wieder die gesetzlich vorgeschriebene, umfassende Untersuchung nach der Trinkwasserverordnung 2001, Untersuchungen gemäß TrinkwV Parameter Gruppe A und B, weitere Untersuchungen nach Anlage 1, 2 und 3, Untersuchungen auf Chlorverbindungen und Pflanzenschutzmittel durchgeführt.

Die uns jetzt übersandten Untersuchungsberichte des Eurofins Institut Jäger GmbH, Tübingen ergaben folgende Befunde:

Mit der ermittelten Gesamthärte von 2,79 mmol/l (15,7 °dH) ist das Wasser nach dem "Wasch- und Reinigungsmittelgesetz" vom 05.03.1987 i. d. F. vom 01.02.2007 in den Härtebereich hart, der den Bereich von mehr als 2,5 mmol/l (> 14,0 °dH) abdeckt, einzuordnen. Der überwiegende Anteil der Härte besteht mit 12,3 °dH aus Karbonathärte, so dass die Nichtkarbonathärte und somit der Gehalt an Neutralsalzen eine untergeordnete Rolle spielt, was in korrosions-chemischer Hinsicht von Vorteil ist.
Die Überprüfung der Calciumcarbonat-Sättigung sowie die Berechnungen nach DIN 38 404, Teil 10 ergaben einen Sättigungsindex von + 0,39. In korrosions-chemischer Hinsicht ist das Wasser daher als ungünstig zu beurteilen, da der Schwellenwert von + 0,30, ab dem es in der Regel zu vermehrten Inkrustationen in Wasserleitungsrohren und damit zu lockeren Deckschichten kommen kann, überschritten wird. Hier kann es vor allem bei längeren Stillstandszeiten bzw. im Warmwasserbereich zu Ausfällungen kommen.
Die Sauerstoffkonzentration liegt mit 7,0 mg/l in einem günstigen Bereich. Sauerstoff verleiht einem Wasser zusammen mit der freien Kohlensäure einen erfrischenden Geschmack.
Mangan konnte nicht und Eisen mit 0,007 mg/l konnte in einer Konzentration unter dem Grenzwert (0,2) nachgewiesen werden.
In hygienisch-chemischer Hinsicht ist die Wasserprobe im Rahmen der durchgeführten Untersuchung einwandfrei, da der hierfür unter anderem relevante Parameter Nitrit nicht festgestellt werden konnte.
Auch die weiteren Untersuchungen ergaben keine Auffälligkeiten. So waren weder Leichtflüchtige Halogenkohlenwasser-stoffe noch Pflanzenschutzmittel bzw. deren Abbauprodukte nachweisbar. Weiterhin wurde auf Metalle, Cyanid und Fluorid untersucht. Hier einige ausgewählte Werte. Kationen: Calcium 77,1,2 mg/l, Magnesium 21,1 mg/l, Natrium 6,1 mg/l, Kalium 0,7; Anionen: Hydrogencarbonat 273 mg/l, Chlorid 24,0 mg/l, Sulfat 20 mg/l, Fluorid <0,15 mg/l.
Bei der Verwendung von schmelztauchverzinktem Stahl besteht bei dem vorliegenden Wasser eine Korrosionswahrscheinlichkeit. Das Wasser ist calcitabscheidend.
Der Nitratgehalt liegt mit 41,0 mg/l unter dem Grenzwert von 50 mg/l (Trinkwasser-Verordnung vom 21.05.2001). Zudem wird die Summe aus Nitrat (Konzentration geteilt durch 50) und Nitrit (Konzentration geteilt durch 3) von maximal 1 mg/l ebenfalls eingehalten.
Auch alle übrigen im Rahmen der Anlage 1, 2 und 3 Trinkwasser-Verordnung durchgeführten Untersuchungen ergaben keine Beanstandungen.

Zusammenfassend wird aufgrund der vorliegenden Prüfergebnisse festgestellt, dass die Wasserprobe im Rahmen der durchgeführten Untersuchungen die an Trinkwasser gestellten Anforderungen in vollem Umfang erfüllt.
Die detaillierten Untersuchungsberichte können bei Ihrer Gemeindeverwaltung eingesehen werden.

gez. Müller, Bürgermeister


zurück zur Übersicht

Gemeindeverwaltung Tiefenbach - Template: 1.1.5