Die Gemeindeverwaltung informiert:
Corona-Virus und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung

Sicher sind Sie aus den Medien und über die Nachrichten der Gemeinde sowie durch privaten Informationsaustausch über die aktuelle Situation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus informiert. Ich möchte aus Sicht der Gemeindeverwaltung Tiefenbach ebenfalls über die von hier aus veranlassten Maßnahmen, deren Inhalt und Zielrichtungen informieren und Sie alle sensibilisieren, zum Schutz der gesamten Bevölkerung und insbesondere des besonders gefährdeten Personenkreises um Ihre persönliche Mithilfe und Ihr persönliches Mitwirken bitten:

Sowohl des Land Baden-Württemberg wie auch der Landkreis Biberach haben mittlerweile Vorgaben zur Einschränkung der Versammlungsfreiheit erlassen. All diese Maßnahmen sollen dazu dienen, die schnelle und weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, im Idealfall zum Erliegen zu bringen und damit Menschen und Ihre Gesundheit zu schützen.
Aufgrund der potentiellen Verbreitungsgefahr des Corona-Virus sind wir leider gezwungen, restriktive Maßnahmen zu ergreifen.

Bezugnehmend auf die Allgemeinverfügung des Landratsamtes Biberach (siehe nachfolgenden Artikel), sowie die Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg (CoronaVO), jeweils vom 16.03.2020, ergeht folgende ergänzende ortspolizeiliche Anordnung der Gemeinde Tiefenbach: Die nachstehenden öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde werden geschlossen und stehen bis auf weiteres (voraussichtlich 19. April 2020) für eine Nutzung nicht mehr zur Verfügung:

1. Kindergarten St. Maria 2. Gemeindesaal Tiefenbach, Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Tiefenbach (für Veranstaltungen und Schulungen) sowie der Übungsraum der Schalmeien 3. Das Gebäude Jugendtreff Tiefenbach 4. Vereins- und Übungsräume im Rathaus Tiefenbach (betrifft Musikkapelle, Handarbeitsgruppe, Jugendmusikschule und NZ Feuerhexen für Ausschusssitzungen). 5. Öffentliche Spielplätze der Gemeinde

Gegen die ortspolizeiliche Anordnung der Gemeinde kann Widerspruch bei der Gemeindeverwaltung Tiefenbach, Buchauer Straße 21, 88422 Tiefenbach oder beim Landratsamt Biberach, Rollinstraße 9, 88400 Biberach eingelegt werden. Ein Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung. Bezüglich der Gaststätten sind bereits Regelungen durch das Land und den Landkreis erfolgt. Ich verweise auf die Allgemeinverfügung.

Ich appelliere an Sie alle, diese Vorgaben einzuhalten und auch im privaten Bereich so weit wie irgendwie möglich auf soziale Treffen zu verzichten. Sie alle tragen dann dazu bei, dass das Erreichen der Schutzziele verbessert wird. Dies gilt in besonderem Maße deshalb, weil niemand von uns genau wissen kann, ob er aufgrund der Kontakte in der Vergangenheit bereits Virusträger ist und innerhalb der Inkubationszeit ansteckend wirkt und damit den Virus weiter überträgt. Niemand kann garantieren, dass er Kontakte zu weiteren Personen hatte, welche ebenfalls durch deren Kontakte in Berührung mit dem Virus gekommen ist. Deshalb ist es wichtig, durch Einschränkung und Vermeidung von sozialen Kontakten die Weiterverbreitung zu verlangsamen. Ansonsten sind unsere funktionierenden Gesundheitssysteme nicht in der Lage, eine möglicherweise übergroße Anzahl von Patienten sachgerecht zu versorgen und zu behandeln. Gelingt es, die Ausbreitung zumindest zu verlangsamen, erhalten dadurch mehr Menschen die Chance, versorgt und behandelt zu werden. Dies können wir vermeiden, indem wir momentan einfach auf einiges verzichten, was wir später wieder problemlos nachholen können.

Eine weitere Aufgabe von uns allen besteht darin, benachbarte und hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen: dies beginnt bei der Nachfrage und Sorge, beim Einkauf und kann bis zur Unterstützung in der Lebensführung, bei Arztbesuchen und der Verabreichung von Medikamenten führen. Auch hier sind wir alle gefordert und können uns gegenseitig helfen.
Ich rufe daher alle Mitbürger und Mitbürgerinnen auf, aktuell nicht den Verzicht auf Gewohntes zu beklagen sondern zum Wohl von uns allen bewusst auf manches zu verzichten und dafür mehr auf gegenseitige Hilfe und Unterstützung zu bauen. Personen, welche besondere Hilfe benötigen und Personen, die bereit sind, freiwillig Hilfe zu leisten, können sich im Rathaus melden. Von hier aus erfolgt so weit wie möglich eine Koordination.

gez. Helmut Müller, Bürgermeister


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