Corona-Lockerungen:
Baden-Württemberg fährt Alltag Schritt für Schritt wieder hoch

Baden-Württemberg geht einen weiteren vorsichtigen Schritt bei der Lockerung der Corona-Verordnung. Das Kabinett hat am Samstag, 16. Mai 2020 im Umlaufverfahren die erste Verordnung zur Änderung der Corona-Verordnung beschlossen. Die 27 Seiten starke aktualisierte Verordnung des Landes bringt zudem eine ganze Reihe anderer Veränderungen mit, die in den vergangenen Tagen schon diskutiert wurden. So ist der Betrieb in Schulkindergärten, Grundschulförderklassen und Kindertageseinrichtungen etwas erweitert worden. Ein Überblick:

Gastronomie: Seit dem 18. Mai 2020 können Speisewirtschaften ihren Betrieb wieder aufnehmen. Dazu gehören z. B. auch Cafés und Eisdielen. Schankwirtschaften und ähnliche Einrichtungen wie Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen sind weiterhin geschlossen. Der Besuch einer Speisewirtschaft ist nur alleine, mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und den Angehörigen eines weiteren Haushalts möglich. Zu anderen Personen, als den beiden am Tisch sitzenden Haushalten, ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Für die Personen, denen es gestattet ist, an einem Tisch zu sitzen, ist das Einhalten des Mindestabstands demnach nicht notwendig. In räumlich abgetrennten geschlossenen Gesellschaften sind in Gaststätten auch Zusammenkünfte mit der erweiterten Familie möglich.

Kinderbetreuung: Kitas dürfen seit Montag für maximal 50 Prozent der Kinder wieder öffnen. Neben Kindern, die bisher schon die Notbetreuung besucht haben, haben Kinder mit besonderem Förderbedarf Vorrang. Bleibt darüber hinaus noch Platz, dürfen auch weitere Kinder betreut werden. Ist die Nachfrage größer, entscheidet die Gemeinde. Empfohlen wird etwa ein Rotationsprinzip, dass sich die Kinder also abwechseln.

Schulen: Für die Viertklässler, die vor dem Übergang in eine weiterführende Schule stehen, hat seit Montag wieder der Unterricht begonnen, allerdings nicht in vollem Umfang. Um Abstände einhalten zu können, werden zum Beispiel die Klassen halbiert.

Krankenhäuser und Pflegeheime: Patienten und Bewohner dürfen von Montag an wieder Besuch bekommen, müssen sich aber an einige Regeln halten. Pro Patient und Tag ist im Krankenhaus nur ein Besucher erlaubt. Wer jemanden besuchen möchte, muss eine Schutzmaske tragen und seine Kontaktdaten hinterlassen, damit er oder sie bei Bedarf erreicht werden kann. Wer in einer Pflegeeinrichtung lebt, darf pro Tag einmal Besuch von maximal zwei Personen bekommen. In besonderen Fällen sind Ausnahmen möglich.

Freizeit: Touristen und Dauercamper dürfen seit Montag wieder auf Campingplätzen übernachten – im Caravan, im Reisemobil oder in festen Mietunterkünften. Es muss allerdings eine eigenständige Versorgung sichergestellt sein. Die Sanitärbereiche bleiben zunächst geschlossen. Das gilt auch für Wohnmobilstellplätze. Auch Ferienwohnungen dürfen wieder genutzt werden. Hotels hingegen dürfen erst ab 29. Mai Touristen empfangen. Der Betrieb vieler Einrichtungen wie Bäder oder Fitnessstudios bleibt über den 24. Mai bis 5. Juni ausgesetzt – allerdings gibt es zahlreiche Ausnahmen und Sonderregelungen. Private Sportanlagen können unter gewissen Voraussetzungen ab 2. Juni öffnen.

„Wie viele Personen dürfen im privaten Raum zusammenkommen?: Es gilt hier die grundsätzliche Beschränkung auf fünf Personen. Allerdings kommt es auch darauf an, in welchem Verhältnis die Personen stehen. Das bedeutet, dass die Fünf-Personen-Grenze nicht gilt, wenn es sich bei der Personengruppe
• um Angehörige des eigenen Haushalts und/oder
• um die erweiterte Familie (also Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel mit Lebenspartnerinnen und Lebenspartnern, Geschwister mit Nachkommen und Lebenspartnerinnen und Lebenspartnern) und/oder
• um Angehörige eines weiteren Haushalts
handelt. Wenn diese Personengruppe die Fünf-Personen-Grenze überschreitet, ist das zulässig. Es dürfen aber nicht noch weitere Personen dazukommen.“


zurück zur Übersicht

Gemeindeverwaltung Tiefenbach - Template: 1.1.5